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Statistik

10

Der Producer Chris VonderKolk machte mit dem Überraschungshit “Going Down“ das erste Mal auf sich aufmerksam, welcher von Größen wie Gabriel & Dresden, Pete Tong oder Max Graham supported wurde. Aktuell beschert er uns gerade mit seinem Remix zu der Cerf, Mitiska & Jaron Single “Light The Skies“ ein weiteren Beweis dafür, das von Ihm in Zukunft noch sehr viel gutes Material kommen wird. “Light The Skies“ wurde erfolgreich in den Aprilpoll des MixMag aufgenommen und ebenfalls auf der vor kurzem erschienen“A State Of Trance“ 2007 Compilation gefeatured. Ein Grund mehr, um Chris bzw. Mr. Retrobyte zum Interview einzuladen.


RetrobyteHallo Chris, wie geht es dir denn gerade so? Mir geht´s fantastisch, danke!


2006 war Dein erstes großes Jahr kann man sagen, was waren die Highlights? Also das größte Highlight war definitiv die Veröffentlichung meiner ersten Vinyl “Going Down“, welche auf dem Label von Gabriel & Dresden rauskam. Ein wirklich großes Datum bisher für mich. Gabriel & Dresden haben einen riesigen Einfluß auf meine Arbeit als Musiker. Uns sie sind diejenigen, die mich dazu gebracht haben, in die Dance Schiene einzusteigen. Umso mehr war es für mich wie eine Art Kompliment, als sie den Track für ihr eigenes Label lizensierten.


Erzähl uns ein wenig über deine musikalischen Wurzeln, wie und wann hast du angefangen, Musik zu produzieren? Ich fing schon im Kindesalter an mit Musik “rumzuspielen“. So ist es nicht verwunderlich, dass ich versuchte, mit Mikrofon und dem Windows Sound Maker, meine ersten Remixe zu basteln. Irgendwann entdeckte ich für mich Ableton Live und war fasziniert davon, wie diese Technik mit diversen Songs und Effekten arbeitete. Als Ableton sich mit MIDI verband, war das quasi der Start für meine wirklich ersten musikalischen Schritte. Nach und nach lernte ich die Umgehensweise kennen und so führte es immer mehr zu ernst gemeinten Ergebnissen.


Im übrigen habe ich festgestellt, dass Du Dich ungern auf einen Musikstyle festlegst, ist das richtig? Das ist wahr, man könnte es so beschreiben:  ich höre und verfolge auch so viele Richtungen der Musik allgemein, dass ich selbst gar keine Unterschiede mehr mache, d.h. ich will mich auch gar nicht festlegen, weil mir einfach zu viele verschiedene Einflüsse gefallen. Bestimmte Richtungen, besonders in der Dance Musik, sind meiner Meinung nach einfach erforderlich, so dass ich auch nie jemanden sagen würde, ich wäre jetzt nur ein Progressive-Producer oder ein reiner Tranceartist. Die Stilrichtungen überschneiden sich doch immer mehr, umgekehrt würde ich auch nicht wollen, dass mich jemand als reinen “Electro- oder Trancefreak“ bezeichnet. Ich sage aber auch nicht, dass meine Musik, die ich produziere, stets ein Stilbruch haben muss. Die Intention die ich beim produzieren habe ist, lediglich zu zeigen, dass meine musikalische Persönlichkeit fähig ist, mehrere Facetten zu bedienen.


Chris, Du bist gerademal 20 Jahre jung – als ich Deine fertigen Remixe gesehen habe, war ich erstaunt, wie sehr aktiv Du bereits unterwegs bist. Wann genau kam das Interesse für das Elektronische!?  Als ich noch jünger war, war ich noch sehr auf Popmusik fixiert. Während der Remixerfahrungen ergab sich das irgendwie von selbst, der Sound wurde clubtauglicher, wie eventuell Sachen von Hex Hector, Peter Rauhofer, Thunderpussy oder Junior Vasquez. Und bei irgendeiner Schulfeier hörte ich zum ersten Mal “Around The World“ von Daft Punk, der Typ, der das dort gespielt hatte, gab mir gleich eine CD mit deren Album “Homework“, was mittlerweile eins meiner absoluten All-Time-Platten ist. Seitdem bin wirklich ein Gefangener dieser Musik.


Ok, wurdest Du sonst noch von wem besonders musikalisch beeinflusst? Definitiv und am meisten von Gabriel & Dresden. Von ihnen hab ich auch die meiste Inspiration gesammelt. Desweiteren bin ich ein großer Anhänger von Basement Jaxx, ihre konstant gute Symbiose aus Dance Musik, Rock und Pop beeindruckt mich immer wieder, das gleiche mit Groove Armada.


Was macht Deine Beziehung zu Gabriel & Dresden aus, wie habt ihr euch kennengelernt? Oh ja, das ist eigentlich ne recht interessante Geschichte -  ich signte “Going Down“ letztes Jahr ursprünglich an Undermine Records, ein kleines feines Digital Label aus Atlanta, und der Labelchef Jay gab die Single auf der WMC in Miami aus. Er kannte Dave Dresden recht gut und gab ihm eine Kopie der Single. Am nächsten Abend, als wir zusammen im Hotel waren, trafen wir Josh Gabriel`s Frau Kristy in der Lobby als sie uns fragte, ob wir nicht zusammen mit der “Going Down“-CD (die sie gefunden hatte) mal mit zu G&D mitkommen würden. “Klar, warum nicht …“. Wir trafen uns, der Rest ist Geschichte, woraus aber eine gute Freundschaft wurde.  

Wir sind der Meinung, du hast grad mit Deinem Remix zu “Light The Skies“ einen der fettesten Electrotracks der letzten Monate am Start, wie sind die Resonanzen auf den Remix? Shawn und ich sind verschwiegene Freunde, als ich “Light The Skies“ das erste Mal hörte, fragte ich ihn, ob ich einen Remix dazu machen könnte. Meine erste Version war recht schnell produziert und trancig (ähnlich wie der jetzige “Light The Sidechain“ Remix), ich war aber nicht wirklich zufrieden damit, also versuchte ich mich erneut daran und nach ca. 6 Stunden war der Track fertig. Wir wussten, das war so etwas besonderes. Der Erfolg des Remix kam schon unerwartet, so dass wir doch sehr zufrieden und glücklich  mit dem Feedback sind.


Was anderes, wie läuft es mit Deiner DJ Karriere voran und was darf man von einem Retrobyte DJ Set erwarten? Nun, in der Regel beginne ich ein Set eher ruhig, und es wird mit zunehmender Zeit immer euphorischer. Natürlich abhängig von der Crowd, geht es gerne mal ein wenig langsamer und techig zur Sache oder manchmal endet das Set auch heftiger mit trancigen Elementen. Überrachenderweise wird es hin und wieder musikalisch dubbig, aber man kann auch in manchen Sets meine Vorliebe zu Vocaltracks erkennen.


Gehen wir zurück zum produzieren – was ist Dein favorisiertes Studio-Setup und woraus besteht Dein Equiptment? Mein Studio befindet sich direkt in meinem Apartment. Es findet sich nichts besonderes vor, ich benutze einen 3.2GHz Pentium 4 mit einem M-Audio Firewire 410 Interface sowie Ableton Live 6. Ich habe mir jetzt auch neue Monitorboxen von M-Audio gekauft. Ebenfalls in meinem Besitz ist der Novation X-Station Synthesizer, den du auch als Soundkarte und Midi-Controller verwenden kannst. Aber viele Synths basieren auf Software. Aktuell benutze ich die Arturia Minimoog und den Native Instruments Reaktor.


Und wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus, magst Du uns neue Remixe und Singles verraten? Ich habe jede Menge Zeugs am Start:

Remixes:  

- Cerf, Mitiska, & Jaren – Me & U,
- Jose Amnesia ft. Jennifer Rene – Wouldn’t Change A Thing,
- Jonas Steur ft. Jennifer Rene – Fall To Pieces,
- Josh Gabriel – Summit,
- Jay Lumen – Missing
- Gabriel & Dresden – Tracking Treasure Down
 - und einen neuen Track von Gareth Emery

Viele Sachen sind bereits fertig, an anderen will ich noch was verändern. Bin auch zufrieden mit meiner Arbeit und glücklich, sie in meinen Sets nun präsentieren zu können. In eigener Sache bin ich grad sehr fleißig und arbeite an einem Album welches auf Organized Nature erscheinen wird.


Du arbeitest auch gerne mit Leuten zusammen, wie ist Deine Richtlinie? Ich liebe Zusammenarbeiten – ich bin generell der Meinung, das sie sehr hilfreich sind, da sie verschiedene Perspektiven auf einen Track werfen. Einer meiner wichtigsten musikalischen Erfahrungen beruhen darauf, weil Freunde mir sagten: “versuche stattdessen lieber das einmal“. Ich arbeite zusammen mit Shawn Mitiska an einigen Produktionen - das positive ist, das wir uns sehr gut ergänzen. Ein Beispiel dafür ist:  ich versuche manchmal im Studio, mehrere Sachen auf einmal zu machen, dann kommt Shawn und gibt mir wieder die Richtung vor. Wir sind zwar nicht immer einer Meinung in manchen Sachen, aber wenn dann das Endprodukt da ist, sind wir beide doch immer zufrieden, ich schätze, deshalb funktioniert es so gut.


Und gibt es irgendwelche Vocalists, mit denen Du gerne einmal zusammenarbeiten würdest? Ja, ich versuche schon immer Jaren zu mir zu bekommen, damit wir mal ein paar Songs aufnehmen können, leider ist sie momentan sehr mit ihren eigenen Projekten beschäftigt und hat nicht wirklich Zeit. Wenn ich mir es aussuchen könnte, würde ich gerne mit Imogen Heap, Amy Winehouse, Joss Stone, Esthero, Rufus Wainright z.Bsp. zusammenarbeiten, Es gibt aber noch wesentlich mehr Leute ;-)


Nun eine andere produziertechnische Frage – wenn Du die Möglichkeit hättest, welchen Song wäre Dein Remixfavorit? Hmm, das ist wirklich schwierig … bei jedem Track, den ich da so im Kopf habe, denke ich, dass ich ihn dann “kaputtmache“. Aber wenn ich könnte, wäre “Somebody To Love“ von Queen mein Favorit. Es ist ein Song mit dem ich aufgewachsen bin, den ich immer hören kann. Generell würde für mich ein Traum wahr werden, wenn ich einen Track mit Vocals von Freddie Mercury basteln kann.


Wie beurteilst Du die Electro-Szene im Moment?  Ich mein, Electro hat mit den größten Einfluss auf alle anderen Genres, besonders auf den Trance-Sektor, vielleicht wird sich der Trend fortsetzen. Ich denke, jeder hat gemerkt, dass (besonders im letzten Jahr) sich die ganzen Genres immer weiter miteinander verschmelzen und zusammen harmonieren. Trance tendiert mehr zu Progressive, Progressive widerum nimmt immer mehr Einflüsse von Electro auf und Electro bekommt mehr Anleihen von Techno. Es ist unausweichlich, dass Tracks sowie Artists heute mit nur einem Genre etikettiert werden können. Ganze Genregrenzen werden aufgebrochen und somit entstehen wieder neue Genres.


Wo Du als DJ angefangen hast, spieltest Du in kleineren Clubs. Hast Du vielleicht nette Geschichten aus Deinen Anfängen zu berichten? Ich spielte schon oft auf Housepartys, dort hatte ich stets Spaß, da auch alle meine Freunde da waren, so konnte ich immer aus mir rausgehen. Wir mieteten dann eine Bar und spielten den ganzen Abend Dance Musik. Wir schmissen des öfteren solche kleinen Partys, viel Freunde waren anwesend und wir hatten unseren Spaß!


Wer ist Dein persönlicher Lieblings-DJ- und Producer? Da gibt es so viele, da kann ich Dir unmöglich einen bestimmten Namen geben. Ich kann Dir sagen, wen ich momentan gerne spielen höre, da wären Patrik Bjorkman, Trentemöller, Klaas & Micha Moor, Sebastien Leger, Dumb Dan, Funkagenda und Mashtronic. Und nicht zu vergessen, Gabriel & Dresden ;-)


Und für unsere jungen Producer da draußen – welche Ratschläge kannst Du ihnen mitgeben? Die wichtigste Sache, die man sich immer wieder vor Augen führen sollte, ist die Tatsache, dass gute Clubtracks nicht mal auf die Schnelle produziert werden. Es klingt zwar banal, aber du brauchst definitiv Geduld beim Produzieren, das ist der Schlüssel zum Erfolg! Meine ersten Tracks klangen fürchterlich. Ich hörte sie mir an und musste jedesmal zusammenzucken, so schlimm waren sie. Es ist wichtig, dass du einen Synthesizer findest, der zu dir passt, da bekommst du auch ein Gefühl, was harmoniert und was nicht. Lass dir nicht von anderen einreden, das du ein ganz bestimmtes Gerät, Instrument etc. brauchst. Sie können dir Tipps geben, aber finde selber heraus, welches Equiptment zu dir passt, denn das kann dir keiner vorschreiben. Manchmal schauen mich die Leute argwöhnisch an, wenn sie sehen, dass ich mit Ableton arbeite … aber es passt zu mir!  Oh, und wichtig – lese das Manual immer fleißig ;-)


Gehst Du lieber selber auf Partys, oder spielst Du lieber? Ganz ehrlich – nicht wirklich! Ich investiere so viel Zeit ins produzieren und arbeite hart, so dass wirklich nicht viel Zeit zum Ausgehen bleibt. Und was mir auch nicht zu Gute kommt, ich bin erst 20 Jahre alt, in viele Clubs hier kommst du erst mit 21 rein. Versteht ich nicht falsch, ich liebe Musik und ich liebe zu tanzen, aber für gewöhnlich ist mir die Crowd zu “heftig“. Ich denke, ich bin da eher etwas antisozial eingestellt, aber ich arbeite dran.


Und was waren die bisherigen Highlights in Deiner jungen Karriere, partytechnisch gesehen? Nun, ich stelle fest, jeder Event haut mich immer wieder aufs Neue um. Jedoch das schönste für mich ist es, mit all den bekannten DJ`s und Producern zu reden, die man trifft, mit ihnen Freundschaften knüpft oder Musikern, von den man noch ne Menge lernen kann. Und großartig war auch das dancen mit Armin van Buuren hinter den Decks, als er “Light The Skies“ in Windsor spielte. Das sind so Momente, die man in Erinnerung behalten wird.


Zu guter Letzt dürfen wir Dir Dank sagen und wünschen Dir viel Glück weiterhin in Zukunft! Dank dir, ihr seid immer willkommen. Danke für den Support!

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