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Statistik

10

Davis & MayDa sich GlobalBeats FM immer über gute Musik freut und euch diese auf jede nur erdenkliche Art und Weise näher bringen will, an dieser Stelle mal ein unverbindlicher Tipp.

„Maripoza“ - so heißt ein Label, welches demnächst mit Auskopplung #7 aufhorchen lässt. Spannenderweise vermag das Label auf geheimnisvolle Weise zu reflektieren, was die beiden Owner Ryan Davis und Lanny May auch mit ihrer Musik vermitteln. Kollabierende Sounds und persönliche Momentaufnahmen stehen im Kontrast zu abstrakten Strukturen. Organische Instrumentierungen eröffnen Panoramen, aus deren verschachteltem Aufbau man dank durchdachter Technosounds und straighter Absichten wieder in den Minimal Club zu finden vermag, in dem dann auch genregerecht die Wade zuckt. Das alles zusammengenommen und gepaart mit mediterraner Lebensfreude macht die beiden Köpfe zu einer der spannendsten Entdeckungen im Techno-Kanon. Die Magdeburger Elektronik Schmiede Maripoza hielt im Jahr 2007 mit beachtlichen Releases ein konstant hohes Niveau. Das verdient Respekt und so konnten wir uns nicht lumpen lassen, dem Duo ein paar O-Töne zu entlocken.


Vorab die bescheidene Frage: Wie geht es euch?
Uns geht es bestens, danke dir.


Gerade eben ist euer Remix zur neuen Minilogue Single „Thats A Nice Way To Give Me Feedback“ erschienen. Gab es bereits Feedback?
Der Remix hat uns schon das ein oder andere nette Feedback gebracht, was uns natürlich auch bei jeder unser anderen Produktionen immer freut. An sich erkennen wir auch so momentan eine positive Welle die uns einen Schritt weiter trägt. Ob das jetzt am Remix liegen mag, sei allerdings dahingestellt…es entwickelt sich eben um uns herum.


Wie fing es mit Maripoza an, was hat euch überhaupt motiviert ein Label zu gründen?
Musik begleitet uns auf Schritt und Tritt. Es ist einfach ein Medium, das uns niemals loslässt, ohne dabei langweilig zu werden. Für uns Beide steht fest, dass der Weg über die Musik in die Zukunft, unser absoluter Favorit ist. Das Label soll ausdrücken, mit wie viel Leidenschaft wir dabei sind. So haben wir relativ früh und „unbekannt“ dieses Label gegründet, damit Songs, die vielleicht in der heutigen Situation weniger Chancen haben, ein Release bekommen. Sie müssen aber unseren Geschmack treffen.Dazu kommt natürlich auch, dass es eins unserer Medien ist, um den Davis & May Sound zu verkünden. Alles in allem ein Label, zum lieb haben, wenn man's mal kitschig sagen möchte. Aber auch bei Maripoza wird eine Entwicklung klar. Auf einen bestimmten Stil wollen wir uns allerdings nicht festlegen. Es soll einfach Spaß machen, unseren Scheiben zu lauschen.


Trotzdem erlauben wir uns die Frage: Wie klingt Maripoza?

Maripoza klingt anregend, traumhaft, tanzbar, relaxed, berauschend, hypnotisch, einzigartig, abwechslungsreich … sollen wir weiter machen?


Wie werdet ihr auf die Producer aufmerksam? Entdeckt ihr selbst, bekommt ihr Empfehlungen oder ganz klassisch der Demo-Weg?
Wir haben da verschiedene Herangehensweisen. Wir bekommen Demos als CD und uploaded Mp3s. CDs erhalten natürlich einen größeren Stellenwert beim Demomaterial. Andererseits muss man wirklich zugeben, dass man aus einem nicht so guten Song auf CD keinen besseren machen kann und ein super Song als Mp3 ein super Song bleibt. Was uns allerdings oft fehlt, ist das Introducing vom Künstler. Die Mühe, uns das zu beschreiben, was sie machen, wer sie sind etc. Da bekommt man nur noch einen Link und das war's. Wir finden das persönlich irgendwie abschreckend.

Der zweite Weg ist natürlich das wir ein bissl rumkramen im Netz, wobei MySpace die größte Basis ist. Das ist ja heutzutage ein ähnlicher Stellenwert wie eine eigene Website. Ja so suchen wir uns unsere Artists zusammen. Inzwischen bekommen wir schon a lot of Demos. Manchmal weiß man gar nicht mehr, was was war. Am besten wäre, ein Ordner mit echtem Namen, Künstlernamen, Email und dem Song, also uploaded. Oder noch besser eine CD, da bemerkt man auch die Mühe der Künstler. Die Adressen stehen alle auf myspace.com/maripozarec. ;-)


Wie muss ein Track klingen, um euch zu begeistern und auf Maripoza erscheinen zu können?
Wie muss ein Track klingen... mhh, am besten ist es, wenn wir durchzappen, den Aufbau erahnen und die Sounds. Das sind schon oft entscheidende Sekunden, in denen man hört, was den Song an sich ausmacht. Da kann durchaus schon eine positive Welle überschwappen oder das Ganze schlägt sofort in Ablehnung über. Da kann meist schon das eine oder andere aussortiert werden. Schritt zwei ist dann natürlich, den Song ganz anzuhören und dabei zu merken ob der Spannungsbogen gehalten werden kann und wie sich das Ganze wirklich zusammenfügt. Bei Genres hingegen ist uns das nicht so wichtig mit dem einhalten, da kann unserer Meinung nach wirklich alles geschickt werden. Am Ende muss es einfach unsere Aufmerksamkeit wecken können und uns begeistern.


Ihr habt es geschafft, vom ersten Release an eine hochqualitative Linie an Veröffentlichungen beizubehalten, die größtenteils von neuen, unverbrauchten Producern stammen, mit Remixen für bekannte Aktivisten. Dazu ein schickes Artwork und viele bekannte DJs die Maripoza Platten spielen. Gibt es eine Erfolgsformel?
Eine Formel gibt es glauben wir für gar nichts. Man muss irgendwie versuchen, das was man mag zu zeigen und die Leidenschaft die dahinter steckt, zu offenbaren. Wir glauben, wenn andere Leute bemerken, was man mit einem Projekt ausdrücken möchte, dann kann man damit jemanden begeistern. Maripoza ist von klein auf handgemacht. Wir haben die Artworks selbst gemacht, die Künstler selbst gefunden, ausgenommen uns, wir hegen mit den Artists sehr ausgiebige Kontakte und stecken in jedes Release viel Liebe, das bleibt bei einigen Labels heutzutage auf der Strecke. Vielleicht ist das eine gute Rezeptur um zu zeigen, wie ernst es uns ist und das kommt dann auch bei den Leuten an.


Was sind eure Erfahrungen als Labelmacher mit der Musikindustrie, Vertrieben, anderen Labels usw.?
Es gibt gute und schlechte Erfahrungen, das kann man nicht unbedingt pauschalisieren. In der Musikindustrie geht es wie in jeder anderen Industrie in erster Linie um das gute Geld, was, wenn man Musikliebhaber ist, nicht immer einfach zu verstehen ist. Man braucht manchmal ein dickes Fell, um sich durch diesen Dschungel zu boxen. Aber es gibt auch genug schöne Aspekte und Erfahrungen, die einem begegnen und die die Arbeit etwas sonniger machen.


Nun zu eurem Digitallabel "*Back Home" - welche Intention steckt dahinter?
Wir haben eine Menge Demos bekommen, die wir sehr sehr gut fanden und machen auch selber so viel Musik, dass wir uns dachten, diese Songs müssen auch die Möglichkeit haben, gehört zu werden. Da es uns nicht möglich ist, all diese wunderschönen Songs auf Vinyl zu releasen, war für uns klar, wir machen ein Digi-Label. Wir releasen hier verrückte, schöne, abstrakte und vor allem melodiöse Sachen, die, wie auch schon auf Maripoza, teilweise genreübergreifend daher kommen. Das ist quasi eine zusätzliche „Schatztruhe“ mit Songs von Freunden zur Freude.


Das führt uns gleich zur nächsten Frage: Die Musikszene jammert allgemein seit Jahren über Einbrüche in den Verkaufszahlen und Mp3-Filesharing und die Käufer über Übersättigung bestimmter Genres. Wie seht ihr als Label die momentane Situation und wie setzt ihr dagegen?
Da kann man nur sagen, es werden zu viele Möglichkeiten geboten, solche Dinge überhaupt zu tun. Zu viele Foren und andere Sachen, wo Leute wirklich die Chance haben, die Songs mal eben mit tausenden von Leuten zu teilen. Es ist sehr schade, dass Vielen da Draußen nicht klar ist, was die Songs bedeuten, dass sie ein Stück Persönlichkeit des Künstlers sind und das eine ganze Menge Arbeit dahinter steckt. Durch dieses kostenlose Rumgeschicke und Verteilen, geht irgendwie ein großer Teil des Zaubers hinter der Musik verloren. Wenn alle akzeptieren würden, dass man als Künstler auch etwas verdienen muss, um zu leben und auch, um sich nur auf die Musik zu konzentrieren, dann würde das besser laufen. So zerstören die Leute auch die Künstler mit ihrem Egoismus. Das hat nur irgendwie noch keiner bemerkt... Hoffen wir das Beste!


Wie wichtig ist für euch das Internet (Stichwort Foren, Mp3-Shops usw.)?
Das Internet an sich ist schon eine großartige Kommunikationsquelle. Der Austausch unter Artists, eine Plattform für die Labels und das Versenden von Daten und Informationen auf solch einem Level ist heutzutage schon fast unverzichtbar geworden. Auch die Mp3-Shops sind ne feine Sache. Manchmal kommen die Songs zwar etwas später raus, als wir sie eigentlich haben wollen, aber es ist wirklich schön, dass man die Musik auch bekommt, die man möchte. Dafür kann man dann auch ruhig bezahlen.

Foren spielen jetzt keine so große Rolle, obwohl es schon lustig ist, wenn man mal über ein Forum stolpert, wo der eigene Song beredet wird. An sich nimmt sich heute aber auch kaum noch wer wirklich Zeit, seine Meinung kund zu tun, haben wir das Gefühl. Das liegt auch an der Überschwemmung der Musik durchs Internet als negativer Aspekt. Der einzelne Song verliert an Bedeutung und das wirkt sich auch aufs Ganze aus.


Wie war 2007 für euch und was dürfen wir noch im Jahr 2008 von Maripoza und eurem Digitallabel erwarten?
2007 könnte man quasi als „the Beginning“ ankreiden. Mit unseren ersten Veröffentlichungen und den darauf folgenden Resonanzen können wir schon recht zufrieden sein, das hat uns natürlich angespornt. So richtig wissen wir wohl auch gar nicht mehr, wie viele das dann am Ende waren. 2007 hat uns somit also quasi das erste in-touch mit der Szene gegeben, die erste Tuchfühlung auf dem Gebiet, welches wir schließlich auch irgendwann mal flächendeckend erobern wollen.

2008 wird ein Jahr werden, in dem man stark merkt, das sich unser Sound weiterentwickeln wird und das Ganze sich ein klein wenig anspruchsvoller gestaltet, was nicht heißen soll, dass wir uns bis dato nicht mit jedem Song angestrengt haben. Jeder Track hat seine Geschichte, seinen Zeitpunkt und seinen Anspruch auf Beachtung. 2008 wird also weiterhin mit Davis & May zu rechnen sein, aber etwas gereifter (wenn man das überhaupt so sagen darf). Wir gehen eben unseren Weg und es wird genauso spannend wie letztes Jahr.


Wie sucht ihr die Remixer aus? Legt ihr hauptsächlich das Augenmerk auf "momentan angesagt“ oder was sind eure Kriterien?
Remixer werden eigentlich schon nach unserem Geschmack ausgesucht. Was der Scheibe eventuell nochmals eine andere Betrachtungsperspektive ermöglichen könnte oder sie komplettiert, ist immer ein Auswahlkriterium. Natürlich sind auch „aktuelle“ Produzenten attraktiv für unser Label, deswegen werden wir auch darauf in Zukunft ein Auge werfen. Es bleibt aber im Großen und Ganzen nach unserem Geschmack.


Was ist partytechnisch 2008 bei Davis & May geplant?
2008 sind wir natürlich wieder auf etlichen Partys und Veranstaltungen zu hören und zu sehen.


Was steht für Juni/Juli auf eurem Releaseplan?
Ob im Juni oder Juli genau, können wir noch nicht sagen, aber die nächste Maripoza steht vor der Tür. Es wird diesmal wieder eine EP von uns (Davis & May) mit einem sehr schönen Solar & Poppcke Remix. Auch auf unserem Digital Label *Back Home wird eine nächste Davis & May EP erscheinen. Außerdem kommt ein Release auf dem Label Audioinvaders und etwas Neues auf Piemont. Danach schauen wir mal, was dann in Angriff genommen wird. Alles in allem haben wir mal wieder alle Hände und Ohren voll zu tun.


Blöde Frage eigentlich: Wo seht ihr euch in 10 Jahren?
In 10 Jahren sitzen wir hoffentlich immer noch so oft es geht im Studio und spielen so oft es geht, in den Clubs dieser Welt. Vielleicht touren wir auch mit einer Band rum... is ne kleine Spinnerei ^^


Dann wünschen wir Euch für die nächsten 10 Jahre auf jeden Fall viele schicke Releases und immer ein glückliches Händchen, bei allem, was ihr in Angriff nehmt. Wir freuen uns auf das Gast-Set von euch.

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