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ghosti TranceHeaven war wieder Klasse DJ NordLicht ghosti geilo endlich wieder Tranceheaven DJ NordLicht Good Fly with TranceHeaven Episode 163 jon the dentist Enjoy the mix guys! Sourci Thx for tuning in at all. Sourci The end of this Episode is near. Follow me and soon you can listen this Set with one Bonus Track more.

Statistik

10

Martin RothHi Martin, wie geht es dir? Du legst bald erstmals bei einer Party von Klangfarben in Offenburg auf und hast außerdem ein Gastset für GlobalBeats FM gemacht. Was können wir da erwarten, beschreibe doch mal deinen aktuellen Sound. Hallo, danke erstmal für die Einladung. Freue mich sehr auf die Party und ich denke es wird sicherlich ein denkwürdiger Abend werden! Die letzten Monate und Jahre hat sich viel getan in der elektronischen Musik – Stile verschmelzen miteinander und es gibt nicht mehr so ein Kastendenken, wie es noch vor einiger Zeit war… Endlich werden auch die Gäste offener für Neues und haben nicht mehr so den Tunnelblick (bzw. das Tunnelohr ;)). Ich spiele das, was mir gefällt und wo ich denke, es wird die Hintern rocken ohne darauf zu achten, welches Genre gerade abgedeckt ist. Um es trotzdem zu beschreiben: Erwachsene elektronische Clubmusik – ein Mix aus Elektro, Trance und Tech-(house).


Wie läuft das bei dir ab, wenn du produzierst? Brauchst du lange, um einen Track oder einen Remix fertig zustellen und woher nimmst du die Ideen? Das ist komplett unterschiedlich. Es kann ein Tag sein, aber auch zwei bis drei Monate dauern. Kommt ganz darauf an, was man sich für einen Druck macht und ob die Eingebungen kommen oder nicht. Ideen nehme ich überall und nirgends her. Manchmal kommt einfach etwas in die Finger oder ein längeres Soundtüfteln hat sein Ergebnis dann doch gefunden. Große Inspiration kommt aber auch vor allem vom Auflegen; den ganzen Abend die Party zu verfolgen, für die man gebucht war und Eindrücke mitzunehmen – was funktioniert und was nicht.


Interessant ist bei deinen Produktionen, dass du sowohl schnellen Trance, als auch eher ruhigere, progressivere Sachen unter deinem Namen herausbringst. Wie entscheidest du, in welcher Geschwindigkeit beispielsweise ein Remix laufen soll? Legst du das vorher fest, oder kommt die Entscheidung erst während der Arbeit an dem Stück? Ich bin sehr vielseitig weil ich wie gesagt in alle Richtungen schaue und vieles mich kickt bzw. ich mich immer nach Neuem umsehe. Wie am Ende eine Produktion wird, das ergibt sich bei der Arbeit – zumeist genau das Gegenteil zu dem, was man vorhatte.


In letzter Zeit erscheinen nur noch Sachen unter Martin Roth. Was ist eigentlich aus deinen Projekten geworden? Wirst du auch noch mal als Julian d’Or oder Y.O.M.C. Produktionen veröffentlichen? Julian d’Or war Vocaltrance, YOMC war Hardtrance. Diese beiden Genres finden praktisch nicht mehr statt oder langweilen mich total, daher waren seitdem auch die Projekte gestorben. Zumal ich mich voll auf Martin Roth konzentrieren möchte. Daneben gibt es nur noch mein Technopunk Projekt und es wird demnächst noch ein elektro-minimal Projekt aus dem Boden gehoben…


Gab es früher (oder vielleicht noch heute) Künstler, die deinen Sound geprägt haben? Klar, wie viele bin auch ich extremer Depeche Mode Fan – das hat meine Jugend geprägt – genauso wie viele andere Acts der 80er. Im elektronischen Bereich bin ich mit Sven Väth aufgewachsen und meine Vorbilder sind nach wie vor die komplette Garde der Harthouse & EyeQ Produzenten – DER Frankfurt Sound – das waren echte Künstler. So gute Musik auch vom Gefühl her gibt es heute nicht mehr…


Was hörst du momentan gerne, wenn du dich mal nicht mit deiner Musik beschäftigst? Bin offen für alle Stilrichtungen – selbst amerikanischen HipHop finde ich mittlerweile annehmbar – generell aber gerne Sugarbabes, Snowpartol, Keane, …


Inzwischen wirst du weltweit als DJ gebucht. Welche Erfahrungen nimmst du von solchen Gigs in beispielsweise Australien, USA und England mit und stellst du Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern fest, oder feiern die Clubgänger letztendlich doch überall gleich zu deinem Sound? Ja, das ist richtig. Man sammelt Unmengen an Erfahrungen und obwohl im Prinzip die Clubkultur überall sehr ähnlich ist, differieren doch die Partypeople je nach Kultur. Besonders machte es Spaß in Mittelamerika zu spielen: So viele lächelnde Menschen habe ich selten gesehen. Die hatten wirklich alle einfach nur Spaß! Leider ist das in Deutschland lange Zeit ein Problem gewesen, das heißt man hatte hier immer das Gefühl, jeder kommt nur, um irgendwas zu finden, worüber man sich aufregen und was man schlecht reden kann. Vielleicht einfach verwöhnt? Das hat sich zum Glück sehr zum Besseren verändert seitdem es wieder etwas mehr um das Wesentliche geht. Aber zurück zum Thema – auch Amerika macht Spaß – manchmal Schickimicki aber auch das muss mal sein ;) Australien ist einfach nur mega, weil die Menschen dort ebenfalls so dermaßen aufgeschlossen und freundlich sind. Polen und generell der Osten Europas ist ganz groß vom Spaßfaktor, da gibt es selten eine schlechte Party. Und Asien ist lustig, weil alles etwas zurückhaltender ist und für uns ein kompletter aber sehr interessanter Kulturschock!


Gehst du, auch wenn du nicht selbst auflegen musst, gerne am Wochenende in Clubs und Diskotheken, oder nutzt du solche „freien“ Abende lieber für Anderes? Ja, auch gerne das – aber da stehen dann die Freunde eher im Mittelpunkt als die Musik. Ausgleich gibt mir mein Hund, der mich förmlich zwingt, an die Luft zu gehen.


So, nun noch die obligatorische Schlussfrage: Was können wir in der Zukunft von dir erwarten? Hast du spannende Sachen geplant und hast du Ziele, die du auf jeden Fall noch mit deiner Musik erreichen willst? Ich hoffe, dass ich am 17. März bei der Klangfarben-Party meine Single endgültig fertig habe und diese präsentieren kann. Zudem wird es neue Remixes geben, z. B. für Anjunabeats. Ein Album ist für Herbst geplant und weitere interessante Releases auf Lunatique, meinem Plattenlabel.


Klangfarben und GlobalBeats FM sagen Danke für das Interview und wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

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